Die Kirche Leimbach ist die jüngste Kirche und wurde Pfingsten 1960 geweiht. Der Kirchenbau wurde notwendig, da nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges der Ort überproportional gewachsen war und deshalb nicht mehr zum Kernort Heringen gehören, sondern mit Widdershausen und Kleinensee ein eigenes Kirchspiel mit eigenem Pfarrer bilden sollte. Die Kirche ist ganz bewusst als Multifunktionsgebäude angelegt worden: ein etwa etwa 25 m² großer Gemeinderaum kann durch eine Schiebetür vom Kirchenraum abgetrennt werden, neben der Sakristei finden sich auch eine kleine Küche sowie eine Toilette. Der Glockenturm wurde nachträglich abseits des Kirchengebäudes gebaut, die Glocken erklangen zum ersten Mal am 12. Januar 1962 um 11:30 Uhr, die einmanualige Orgel wurde zu Erntedank 1962 zum ersten Mal im Gottesdienst gespielt. Im Vergleich zu den beiden anderen Kirchen verfügt Leimbach über Stuhlreihen anstatt Kirchenbänken und wird seit 1960 mit Strom geheizt. Ein Alleinstellungsmerkmal ist der Regenbogen, der sich von Altar und Kreuz über die Kanzel hinweg bis an die Westseite des Kirchenraum spannt. Dieser wurde von dem damaligen Pfarrer zusammen mit den Konfirmanden des Jahrgangs 1992 in Eigenregie gemalt.
Widdershausen wurde zum ersten Mal 844 n.Chr. urkundlich erwähnt und ist mit etwa 850 Einwohnern heute der größte Ort unserer Kirchengemeinde. Wie alt das Kirchengebäude ist, lässt sich nicht genau sagen: Der Taufstein trägt als Datum „1571“, der Chorturm ist gotisch (13.-15. Jahrhundert)und erhielt um 1700 ein Obergeschoss aus Fachwerk und etwa 1800 eine spätbarocke Helmhaube; die Wetterfahne stammt aus dem Jahr 1822; das Kirchenschiff wurde 1912 errichtet. Die Glocken aus den Jahren 19012 und 1918 konnten im Juni 2016 durch drei Bronzeglocken ersetzt werden, eine umfassende Sanierung des Tonnengewölbes im Kirchenschiff sowie des Glockenturmes wurde 2023 abgeschlossen. Die Orgel im Kirchenraum links auf der Empore gilt als Kleinod. Weit über die Kirchengemeinde bekannt ist das Kirchenfenster des segnenden Jesus im Chorraum.
In Widdershausen steht das Gemeindehaus, das Dietrich-Bonhoeffer-Haus.
1838 wurde die gut 200 Jahre alte, aber baufällige Kirche abgerissen und der heutige Kirchenbau mit der Grundsteinlegung am 18. Juli 1838 begonnen. Die Kirche ist eine typische Saalkirche des 19. Jahrhunderts mit je drei hohen Rundbogenfenstern auf den Längsseiten und zweien auf den Breitseiten. Mit dem Setzen der Turmkugel auf die Spitze des Kirchturmes am 7.10.1840 wurde die die Kirche ihrer Bestimmung übergeben. Die Kirche selbst verfügt über mehrere Besonderheiten: Auf Wunsch des damaligen Pfarrers wurde die dreiteilige Barockorgel mit Schleierbrettdekor (um 1720) „direkt über dem Beichtstuhl“ auf der ersten Empore wieder aufgebaut. Der Altarraum wurde so erweitert, dass der Altar nun nicht mehr unter der Hängekanzel steht. Der Rotsandstein, mit dem die Fassade gemauert wurde, stammt aus dem gemeindeeigenen Steinbruch. Von den vier Glocken, die in dem 780 kg schweren Glockenstuhl hängen, ist die kleinste und älteste das „Totenglöckchen“ aus dem Jahr 1788. 1953 kamen zwei weitere Glocken aus „Briloner Silberbronze“ hinzu, 1962 die vierte und letzte.
Bei der ersten Renovierung 1915 wurde ein rundes Deckengewölbe aus Beton eingebracht, dass mit Malereien verziert wurde. Dieses wurde beim Bergschlag 1952 so beschädigt, dass man sich bei der einjährigen Reparatur der Kirche entschied, eine moderne hölzerne Kassettendecke einzubringen.
Wilfried Marnach
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Leimbach:
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(donnerstags 15.00 bis 18.00 Uhr in Wölfershausen)
Dietrich-Bonhoeffer-Haus
Ölbergstr. 1
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Am Gutshof 4
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